Peter Gorsen bemerkt zu Recht, daß Franz Ringel mit einer in der Kunst des XX. Jahrhunderts seltenen Eindringlichkeit die autonome Natur archetypischer Motive von Leben und Todestrieb, Eros und Leiden thematisiert hat...
Ringels sich immer wieder erneuernde Malerei hat in den Bildern der Neunzigerjahre in den Huldigungen, aber vor allem in den Akten den größten Abstraktionsgrad erreicht. Dem leeren Raum kommt in diesen Bildern nun eine wesentliche Rolle zu. Der Raum saugt den Körper auf, der nur mehr in extremen Verdünnungen und Andeutungen vorhanden ist...
Peter Weiermair, Katalogtext, 1995 |